
Die Hallenmasters der Frauen
Wann: 24.01.2026
Wo: Letschin
Uhrzeit: 10:00 Uhr


Kurz vor Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, auch einmal Danke zu sagen. Das ist in großen und auch kleinen Firmen, Verwaltungen aber auch in Vereinen so. In diesem Sinne hatte der Fußballkreis Ostbrandenburg seine Mitarbeiter eingeladen, um die vergangenen zwölf Monate noch einmal Revue passieren zu lassen und natürlich auch das Ehrenamt besonders zu würdigen. In einer kurzen Rede erinnerte Robert Nitz, Vorsitzender des Fußballkreises, an Höhepunkte wie die Kreispokalendspiele in Letschin und die im Nachwuchsbereich in Fürstenwalde. „Wir bedanken uns wirklich gern, dass wir in den Stadien zu Gast sein durften und dass wir jeweils großartige Unterstützung bekamen. Beide Veranstaltungen spiegeln ohne Zweifel die Höhepunkte unseres Sportjahres wider“, sagte er. „Unser Dank gilt ebenfalls den treuen Sponsoren.“ Robert Nitz nannte die Märkische Finanz Manufaktur (MFG), die F/G/M Automobil GmbH Franz Graf Mettchen und den Landkreis Märkisch Oderland. „Der Beistand durch unseren Landkreis ist längst nicht selbstverständlich. Aus den benachbarten Fußballkreisen gibt es ganz andere Meldungen. Durch die Unterstützung für uns war es möglich, zum Beispiel Startgebühren und Spielabgaben auf einem für alle tragbaren und moderaten Niveau zu halten.“
Robert Nitz nutze gleichzeitig die Möglichkeit, auch denen Danke zu sagen, die auf die „Fußball-Verrückten“ immer Rücksicht nehmen. Gemeint sind die Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner. „Ohne dieses starke familiäre Rückrat wäre das große Engagement nicht denkbar. Sie schenken Rückhalt, Motivation und Verständnis.“
Der Fußballkreis-Vorsitzende wagte dann einen Blick in die nahe Zukunft. „Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen den Fußball im Land und speziell im Fußballkreis Ostbrandenburg weiter nach vorn bringen.“ 2026 wird auch ein Jahr der Entscheidungen. Nitz erinnerte daran, dass die Legislaturperiode gerade ausläuft. Er bestätigte, dass alle Vorstandsmitglieder auch weiterhin im Fußballkreis mitarbeiten würden. Sie stellten sich am 5. Juni auf dem Kreisfußballtag zur Wiederwahl. Zuvor würde am 24. April den Kreisschiedsrichtertag geben. Der derzeitige Vorsitzende Christian Ballin kandidiere erneut für dieses Amt.
Mit großer Erwartung blicken die Fußballkreise aus Brandenburg aber auf den 10. Oktober 2026. Der Landesverband hat zu diesem Termin seinen Verbandstag angesetzt. „Gemeinsam werden wir die Weichen für eine starke, nachhaltige Entwicklung und eine neue, erfolgreiche vierjährige Legislaturperiode stellen.“
Nach all diesen Rück- und Ausblicken wurde gefeiert. 2025 war ein gutes Jahr – und das bestätigte Paul A Jackson gemeinsam mit ihrem (rer) Partner (in). „Nach Auftritten in Las Vegas oder Rio freue ich mich, heute Euch hier in Seelow etwas zu verzaubern“, war zum Einstieg ins folgende temperamentvolle Programm scherzhaft zu hören. Paul A Jackson und Shugar boten Travestie, die man so in Seelow und seinem 1954 erbauten Kulturhaus noch nicht gesehen hatte. Da wurde sogar der Fußball als schönste Nebensache der Welt regelrecht ins Abseits gestellt.
Also dann: Auf ein erfolgreiches neues Jahr!

Nach einer intensiven Woche konnten Kiara und Finn endlich zur Prüfung antreten. Für beide gab es als Geschenk die Schiri-Disziplinarkarten – also eine Gelbe und eine Rote Karte –, eine Pfeife und natürlich ein Zertifikat. René Karge, im Schiedsrichterausschuss des Fußballkreises Ostbrandenburg unter anderem für die Nachwuchsförderung verantwortlich,bemerkte: „Im Prinzip können alle, auch wenn noch ein paar Nachprüfungen notwendig sind, ab sofort Spiele leiten. Ich freue mich sehr, dass die Kooperation mit der Schule gut funktioniert und wir auf diesem Weg neue junge Schiedsrichter gewinnen können. Dass wir junge Leute motivieren, ist mir eine Herzensangelegenheit.“
Für die Schüler der Spree-Oberschule Fürstenwalde war es zugleich der Abschluss einer Projektwoche. Die Projektwoche ist ein Ergebnis einer Schulkooperation mit dem Fußball-Landesverband Brandenburg. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Schülerinnen und Schüler noch stärker für den Fußball und die damit verbundenen Werte zu begeistern – sowohl auf dem Platz als auch daneben. Diesmal ging es um die Ausbildung zum Schiedsrichter. Es wird weitere Lehrgänge geben, denn neben der Ausbildung zum Junior-Referee (Schüler der 8. Klasse), folgen die Ausbildung zum Junior-Coach (9. Klasse) sowie ein Seminar zum Vereinsmanager für Schüler der 10. Klasse.
Lernbegleiter für die Jugendlichen von Sebastian Probst, Hans-Jürgen Huth und René Karge. Und ihnen ist wichtig, dass das junge Ehrenamt gefördert wird. René Karge sagt ganz deutlich: „Es ist egal, ob Schiedsrichter, Trainer oder Vereinsmanager, das Ehrenamt ist die Stütze der Gesellschaft und wichtig für die langfristige Sicherstellung des Fußballs in unserem Kreis.“
Die Spree-Oberschule ist eine integrierte Sekundarschule mit derzeit rund 470 Schülerinnen und Schülern aus 28 Nationen. Neben sportlichen Kompetenzen stehen vor allem soziale Fähigkeiten, Wertevermittlung und Führungsqualitäten im Fokus – ein Ansatz, der durch die Kooperation mit dem FLB ideal ergänzt wird.

Nachruf
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Franka Hähnel, die bis zu ihrem Tod eine prägende Persönlichkeit in unserem Fußballkreis Ostbrandenburg war.
Franka war bis 2014 Vorsitzende des Jugendausschusses des ehemaligen Fußballkreises Oder/Neiße. Mit der Kreisreform setzte sie ihr Engagement unermüdlich als Staffelleiterin im Jugendausschuss unseres heutigen Fußballkreises Ostbrandenburg fort – bis zum gestrigen Tag. Darüber hinaus war sie über viele Jahre hinweg eine engagierte Schiedsrichterin, deren große Leidenschaft der Fußballsport stets anzumerken war.
Wir verlieren mit Franka eine sehr geschätzte Persönlichkeit, die durch ihr jahrzehntelanges Wirken maßgeblich zur Förderung des Jugendfußballs und zur Entwicklung unseres Fußballkreises beigetragen hat.
Im Namen des gesamten Fußballkreises Ostbrandenburg danke ich Franka Hähnel von ganzem Herzen für ihre Verdienste und ihr unbeirrbares Engagement. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie, Freunden und allen Weggefährten.
Robert Nitz
Vorsitzender Fußballkreis Ostbrandenburg


Es läuft die 76. Minute im Spiel um den Super-Cup des Fußballkreises Ostbrandenburg. Zwischen den Mannschaften des 1. FC Frankfurt (Oder) II und der Spielgemeinschaft Hennickendorf/Rehfelde steht es 0:0. Es beginnt die Schlussphase und beiden Teams ist anzumerken, dass die Kräfte so langsam nachlassen. Kein Wunder, denn sie stecken noch mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison, die im Allgemeinen von Aufbau- und Krafttraining gekennzeichnet ist. Und wenn die Kräfte nachlassen, lässt auch die Konzentration nach und verbissene Zweikämpfe werden immer häufiger. Zwei Spieler rasseln im Rehfelder Strafraum zusammen und sofort kommen von allen Seiten Schreie: „Schiri, Elfmeter, Schiri, Rote Karte“. Auch die Beteiligten sind erregt: „Der ist mir auf den Fuß getreten“, „Das war ein klares Foul.“ Es wird hektisch und immer lauter. Hauptschiedsrichter in diesem Spiel ist Leni-Alexandra Kunze und sie ist in diesen Minuten gefordert. Souverän läuft die 18-jährige junge Frau zum Tatort, mischt sich in den Tumult und versucht, die Gemüter zu beruhigen. Das gelingt ihr mit Bravour, und nach wenigen Minuten kann die Partie weitergehen - ohne Elfmeter und ohne Rote Karte. Es stellt sich nach Anhörung aller heraus, dass der Zwischenfall eher harmlos war. Ihr zur Seite steht Linienrichter René Karge, der die Szene genau beobachten und seiner Schiedsrichterin über das Headset Hilfestellung geben kann. „Sie ist ein ganz großes Talent und wird eine Karriere im Schiedsrichtergeschäft machen“, ist sich der Ansetzer Kreisoberliga und Verantwortliche für die Nachwuchsförderung Schiedsrichter sicher.
Leni-Alexandra Kunze bewältigt eine recht ausgefüllte Woche. Sie will Ärztin werden und studiert bereits im dritten Semester. Bis jetzt ist es ihr Wunsch, einmal in der Rechtsmedizin oder Chirurgie zu arbeiten. „Doch bis zum Studienende ist es ein langer Weg und erfahrungsgemäß ändern sich die Studienziele noch.“ Ihr Studienort ist Magdeburg und trotz des hohen Lernaufwandes will sie auch weiterhin als Schiedsrichterin aktiv sein. Momentan absolviert sie ein Pflegepraktikum, ebenfalls in Magdeburg. Sie kommt jedes Wochenende nach Hause, um dann samstags und sonntags auf dem Fußballplatz zu stehen.
„Es gibt durchaus prominente Beispiele, die beweisen, dass man beide Tätigkeiten parallel ausüben kann“, sagt sie und nennt Bundesliga-Schiedsrichter wie Dr. Matthias Jöllenbeck und Miriam Schwermer, die in der Frauen-Bundesliga unterwegs ist und 2024 das DFB-Pokalfinale der Frauen pfeifen durfte. Leni-Alexandra Kunze kennt die DFB-Schiedsrichterin und durfte bereist bei ihr als Assistentin an der Linie aktiv sein. Und apropos Bundesliga - sie hat mit Deniz Aytekin ein Vorbild aus dem Profi-Fußball. „Seine natürliche Autorität und Fähigkeit, auch unter Druck richtige Entscheidungen zu treffen, bewundere ich. Allerdings hat er auch die Eigenschaft mit eigenen Fehlern professionell umzugehen. Er hat zudem eine lockere Art mit den Spielern auf dem Platz zu kommunizieren. Daran muss ich selbst noch arbeiten, das weiß ich“, sagt sie selbstkritisch.
Geboren ist Leni-Alexandra Kunze in Frankfurt (Oder), aufgewachsen und zur Schule gegangen ist sie in Fürstenwalde. Sie hat ihr Abitur übrigens mit einem Zensuren-Durchschnitt von 1,0 abgelegt.“ Im Jahre 2015 hat Leni-Alexandra Kunze beim FSV Union Fürstenwalde angefangen, Fußball zu spielen. Doch im Verein wusste man nicht so recht, wie es mit der Mädchenmannschaft weitergehen würde. Sie wollte aber diesem Sport unbedingt treu bleiben und mit Unterstützung ihres Stiefvaters Heiko und der Mutter Katharina legte sie 2022 eine Schiedsrichterprüfung ab. Inzwischen spielt sie selbst nicht mehr und ist ausschließlich als Unparteiische – weiterhin für den FSV Union Fürstenwalde - auf den Plätzen unterwegs. Sie schaffte bereits den Sprung in die Frauen-Regionalliga und kann in der neuen Saison auch als Assistentin bei Spielen der 2. Frauen-Bundesliga eingesetzt werden.
„Und sie wird auch weiter ihren Weg machen“, ist sich einer ihrer wichtigsten Förderer, René Karge, sicher. „Was ich an ihr schätze und was sie auszeichnet, ist die absolute Regelsicherheit. Sie kann gut zuhören und nimmt jeden Rat an. Sie ist ständig bemüht, sich zu verbessern. Da sie selbst Fußball gespielt hat und obwohl sie noch sehr jung ist, hat sie die nötige Empathie auch für die Spieler. Was ich noch sagen möchte, auch ich kann von ihr so einiges lernen.“

Der Fußballkreis Ostbrandenburg kann stolz auf seine Schiedsrichter sein - insbesondere aber auf seine Schiedsrichterinnen. Zu ihnen gehört Lara-Sophie Günther. Die 17-Jährige pfeift für die SG Klosterdorf und liebt es „Spiele zu leiten“. Dabei hat sie einen eigenen Stil entwickelt. „Ich bin durchaus kommunikativ auf dem Platz und versuche, immer wieder deeskalierend zu arbeiten. Klar, bin ich streng, aber ich muss auch nicht alle vom Platz stellen, um ein gutes Fußballspiel zu sichern“, sagt sie und schmunzelt dabei.
Lara-Sophie Günther weiß, was sie will, und das betrifft auch ihre berufliche Zukunft. „Ich möchte zur Bundeswehr und dort Humanmedizin studieren.“ Noch ist sie dabei im Oberstufenzentrum Strausberg das Abitur abzulegen. Ihre Lieblingsfächer sind neben Sport Biologie und Psychologie. Und da sie eine Sanitäterausbildung beim Deutschen Roten Kreuz abgeschlossen hat, sollte sie auch beste Voraussetzungen für ihren Berufswunsch haben.
Natürlich spielt sie auch selbst Fußball. Sie steht bei der Spielgemeinschaft Klosterdorf/Reichenberg im Tor. „Ich freue mich schon auf die neue Saison in der Kreisliga. Unser erstes Spiel steigt am 14. September zu Hause gegen die Spielgemeinschaft Herzfelde/Woltersdorf.“ Lara-Sophie Günther nennt ihre Mannschaft ein großartiges Team. „Wir sind wie eine Familie und das macht uns stark.“ Dabei schließt sie auch den Trainer der Mannschaft, Bastian Maschmeier, mit ein. „Er findet immer die richtigen Worte, um uns aufs Spiel einzustellen.“
Lara-Sophie Günther hat eine weitere Leidenschaft. Sie trainiert bereits seit zwölf Jahren in Strausberg bei René Büttner Thaiboxen. „Der Sport und René haben mir immer sehr geholfen. Thaiboxen hat mir geholfen, mein Selbstbewusstsein zu stärken. Na und für die körperliche Fitness sorgt dieser Sport in einem hohen Maß!“ Und wie ist sie nun Schiedsrichterin geworden? „Na ja, irgendwer hat zu mir gesagt: Mensch, du hast eine so große Klappe. Willst du es nicht einmal versuchen? Ich habe einen Lehrgang besucht und jetzt bin ich Schiri. Ich kann mich auch an mein erstes Spiel erinnern, das richtig gut und ohne Zwischenfälle verlief. Es war eine Partie der Ü35-Männer. Bei diesem Spiel habe ich gemerkt, dass es mir auch wirklich Spaß macht in dieser Rolle auf dem Platz zu stehen. Die haben mich alle respektiert, und so bin ich dabei geblieben.“