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Fußballkreis Ostbrandenburg

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13.09.2022
75 Jahre Bruchmühle

Zwei Jahre nach Kriegsende gründeten Männer und Frauen aus Bruchmühle die „Sportgruppe 1947". Seitdem sind über 70 Jahre vergangen, in denen die Bruchmühler, mittlerweile über drei Generationen, Sport treiben, erfolgreiche Nachwuchsarbeit leisten und soziales Engagement zeigen.

Bei der SG 47 Bruchmühle betreiben auch viele Sportfreunde aus umliegenden Gemeinden und aus Berlin den schönsten Sport der Welt.

2003 wurde in Bruchmühle die weithin bekannte und neugestaltete Sportanlage „Am Waldring" eingeweiht. Mit Rasen- und Kunstrasenplatz, zwei Vereinsgebäuden, Flutlichtanlage, Anzeigetafel und Sport-Casino bieten wir eine hervorragende Trainings- und Spielbedingungen, auch bei schlechter Witterung. Besonders erwähnenswert ist hier die Tribüne. Diese wurde im Sommer 2020 fertiggestellt und bietet rund 200 Zuschauern optimale Sicht auf die Geschehnisse auf dem Sportplatz.

Die SG 47 hat aktuell drei Männermannschaften, die „Erste" spielt in der Ostbrandenburgliga und die beiden Seniorenteams in der Kreisliga des Fußballkreises Märkisch Oderland. Seit dem Jahr 2018 trainiert erneut eine Frauenmannschaft bei der SG 47 Bruchmühle, die sich erfolgreich im Spielbetrieb des Fußballkreises etabliert haben. Ebenso wird seit 2020 der Aufbau einer Mädchenmannschaft forciert.

Eine sehr große Unterstützung in der Jugendarbeit geht aus dem Vorstand der SG 47 hervor, welche eine große Bedeutung in der Nachwuchsarbeit im Verein sehen. Vor ca. 15 Jahren begann in Bruchmühle der Neuaufbau einer Nachwuchsabteilung. Hier waren nur noch vier Nachwuchsmannschaften am Spielbetrieb beteiligt. Mit viel Engagement wurde in den umliegenden Ortschaften und Schulen das Interesse am Bruchmühler Fußball geweckt. Dies auch mit großem Erfolg, denn in den Folgejahren wurden immer wieder neue Mannschaften zum Spielbetrieb angemeldet. Auch der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten! Hier wurde frühzeitig erkannt, dass nur durch eine kontinuierliche fußballspezifische Ausbildung der Trainer, die Voraussetzung für eine langfristig zielorientierte und altersgerechte Förderung aller Juniorenspieler/innen bedeutet. Heute sind 9 männliche Juniorenteam im Spielbetrieb. 

 

    

09.09.2022
Ehrennadel in Gold verliehen

Auf der jüngsten Sitzung des Jugendausschusses des Fußballkreises Ostbrandenburg wurde Manfred Lehmann  mit der Goldenen Ehrennadel des Fußball Landesverbandes Brandenburg ausgezeichnet. 

Die Ehrung für den nunmehr 72- Jährigen Manfred Lehmann nahm der Ausschussvorsitzende Waldemar Musiol vor.  Manfred Lehmann hatte unlängst die Funktion als Staffelleiter der D-Junioren (Kreisliga/Kreisklassen) an seinen Nachfolger Dirk Holländer abgegeben. 
 
 
     

05.09.2022
Die Rote Nummer 4 nimmt Abschied
Eine sportliche Leistung und Beständigkeit, die ihres Gleichen sucht - 33 Jahre SG 47 Bruchmühle - Abschiedsspiel für Thomas Ae

Bei den meisten Fußballvereinen herrscht vor jeder Saison große Aufregung: Es geht um die Kaderplanung. Spieler kommen und gehen, und leider ist inzwischen alles mit Geld verbunden. Geht es in höheren Klassen um Millionen, wird inzwischen auch auf Landesebene Geld geboten, damit ein Spieler das Trikot wechselt. Dementsprechend gibt es auch die sogenannten „Wandervögel", die gern einmal eine Saison in Grün-Gelb oder Rot-Blau spielen, um dann gegebenenfalls in einer neuen Spielserie für ein paar Euro mehr, den Verein erneut wechseln.

 

Eine Ausnahme ist ein echter Bruchmühler, der nun schon seit 33 Jahren seiner SG 47 treu geblieben ist und nach nunmehr 20 Jahren aktivem Fußball in der 1. Männermannschaft seine Töppen an den Nagel hängen wird. Thomas Ae könnte wahrscheinlich stundenlang über Fußball reden. Er hat alles erlebt. Dazu gehören die schönen Stunden, wenn der Aufstieg oder Pokalgewinn gefeiert wurde. Aber auch bittere Niederlagen oder sogar Abstiege gehören in seine Fußballerkarriere.

 

Am 10. September wird zu seinen Ehren auf dem Bruchmühler Sportplatz am Waldring ein Abschiedsspiel angepfiffen, bei dem sich zahlreiche altgediente Größen des Bruchmühler Fußballs angekündigt haben, um ein letztes Mal gemeinsam mit ihrem „Thommy" aufzulaufen. Gleichzeitig feiert der Verein an diesem Tag sein 75-jähriges Bestehen. 

 

Die meisten Fußballfans der Region kennen Thomas Ae als einen unermüdlichen Läufer und Kämpfer auf dem Platz. Gefürchtet war als die „Rote Nummer 4", denn diese Trikotnummer trug er über all die Jahre. Sein ehemaliger Trainer und Freund Jörg Ulbrich sagt über ihn: „Er ist ein Spieler, den jeder Trainer gern in seiner Mannschaft gehabt hätte. Ich glaube, wir waren knapp 17 Jahre lang zusammen im Fußball tätig und zwei Spiele haben wir sogar gemeinsam absolviert – übrigens ungeschlagen!" Thomas Ae hat vorwiegend in der Abwehr als rechter Verteidiger gespielt und dabei so manchem Stürmer das Leben auf dem Platz sehr schwer gemacht. „Seine Aufgaben auf dem Platz hat er zu 100 Prozent erfüllt und mit viel Einsatz alle erlaubten Mittel im Kampf um den Ball eingesetzt. Ich freue mich riesig auf das Abschiedsspiel und besonders für ihn, das es im Rahmen der 75-Jahr-Feier unseres Vereins stattfinden kann", sagt Jörg Ulbrich.

 

In jüngeren Jahren entschied sich Thomas Aé gegen eine aussichtsreiche Laufbahn als Schiedsrichter, um selbst als Spieler am Geschehen mitwirken zu können. In seiner aktiven Zeit konnte Thomas viele Jahre erfolgreich in der Landesklasse spielen und darüber hinaus zahlreiche sportliche Höhepunkte feiern. So holte er 2002 und 2014 den Hallenkreismeistertitel in Märkisch-Oderland, 2013 den Kreispokal und 2014 die Kreismeisterschaft und somit den Wiederaufstieg, nachdem die Mannschaft 2010 aus der Landesebene in den Kreis wechseln musste. 

Nicht nur auf dem Platz setzte er sich aufopfernd für seine geliebte SGB ein, auch daneben half er, wo er konnte. So sind die von ihm organisierten Abschlussfahrten jedem Spieler der 1. Männermannschaft eine freudige Erinnerung. Bis zur letzten Saison trainierte er außerdem seit drei Jahren die A-Junioren der SG Bruchmühle. 

Derzeit spielt Thomas bei den Altherren von SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf. Und auch hier gilt: Er ist ein Fußballer durch und durch, denn er spielt immer noch mit großem Engagement und einem ebenso großen Fußballerherz  

Die gesamte SGB-Familie wünscht ihrem Thommy alles erdenklich Gute für die Zukunft, weiterhin viel Freude am Sport und im Verein SG Bruchmühle 47, und dazu viel Glück und Erfolg im privaten Bereich. 

Text: Mathis Much und Edgar Nemschok (mit Unterstützung zahlreicher Helfer*innen)

Bruchmühle Flayer.pdf

75 Jahre Bruchmühle

22.08.2022
Energiesparmaßnahmen in Erkner

Aufgrund von Energiesparmaßnahmen wird von der Stadt Erkner ab sofort in den Objekten: Sportplatz, Stadthalle, Turnhalle Seestraße, die Warmwasseraufbereitung abgeschaltet.

13.08.2022
Interview mit Patric Schwarz

Patric Schwarz sitzt vor seinem Eigenheim in Seelow, in seinem Garten, an seinem Lieblingsplatz. „Ich bin gern draußen. Ein Garten ist schön, aber Gartenarbeit, ganz ehrlich, ist nicht so meins. Ich fahre mit den Kindern lieber an den See nach Diedersdorf."

Patric Schwarz ist Kassenwart beim Fußballkreis Ostbrandenburg. Mit dem 36-Jährigen sprach Edgar Nemschok

Kassenwart, ist das nicht einer der unspektakulärsten Aufgaben innerhalb der Vorstandsarbeit des Fußballkreises Ostbrandenburg?

Es muss gemacht werden. Unser neuer Vorsitzender, Robert Nitz, mit dem ich schon lange sehr gut befreundet bin, hat mich gefragt, und ich habe sofort zugesagt. Der Job ist zwar sehr zeitaufwändig aber zugleich eine Vertrauenssache. Und mit Zahlen kann ich ganz gut umgehen. Ich habe mich inzwischen auch eingearbeitet und der Vorstand des Fußballkreises funktionieret aus meiner Sicht richtig gut.

Sie haben ja auch die passende Ausbildung.

Ich habe einen Abschluss als Verwaltungsfachangestellter und arbeite derzeit beim Landkreis im Wirtschaftsamt in den Bereichen Tourismus und und Öffentlicher Nahverkehr in Seelow .

Herr Schwarz, sind Sie eigentlich echter Seelower?

Inzwischen, ja. Eigentlich komme ich aus Templin. Einige wenige Freunde und meine Eltern verbinden mich noch mit meiner Geburtsstadt. Die Strecke ist zu weit und die Zeit zu knapp, um dort öfter vorbeizuschauen. Ich bin in Templin aufgewachsen und auch zur Schule gegangen.

Und haben dort auch angefangen Fußball zu spielen?

Genau, beim SC Victoria Templin. Mein Vater Wilfried hat mich zum Sportplatz mitgenommen. Damals war ich fünf und seitdem gehört Fußball zu meinem Leben. Ich habe nahezu alle Altersklassen des Vereins durchlaufen.

SC Victoria Templin hat sogar in der Landesliga gespielt?

... und einen Anteil daran habe ich auch. Die erste Mannschaft feierte 2009 die Meisterschaft der Landesklasse Nord und schaffte somit den Aufstieg. Das war ein Herzschlagfinale, denn erst am letzten Spieltag wurde die Saison entschieden. Am Ende hatten wir bei Punktgleichheit ein Tor Vorsprung vor unserem Verfolger Rot-Weiß Prenzlau. Wir spielten im letzten Pflichtspiel 4:1 bei den Preußen in Eberswalde und Prenzlau ebenfalls 4:1 bei Blau-Weiß Gartz. Ich werde diese Dramatik nie vergessen.

Und dann ging es nach Seelow?

Na ja, ich habe meine Melanie kennen gelernt und wir mussten uns entscheiden, denn eine Fernbeziehung wollte keiner. Wir hatten einen Deal. Wer zuerst einen Job in der Heimat des anderen findet, zieht um. Ich habe, wie man so schön sagt, alle Zelte in der Uckermark abgebrochen, und bin nach Seelow gegangen. Es war alles richtig. Wir sind seit 2014 verheiratet, haben zwei Kinder und ein Kaninchen. Wir fühlen uns in Seelow sehr wohl.

Nochmal zurück zum Fußball. Welche Position hat Patric Schwarz eigentlich gespielt.

Ein Linksfuß im Mittelfeld – die waren damals sehr begehrt. Mit der zweiten Mannschaft des SC Victoria wurde ich noch Kreispokalsieger und Kreismeister. Als ich nach Seelow kam, spielte ich einige Zeit bei den Tuchebandern aktiv Fußball. Das war alles in allem auch eine tolle Zeit. Die Saison 2013/14 konnten wir sogar als Staffelsieger der 1. Kreisklasse beenden. Und dann, wenn man so will, wechselte ich die Seiten und wurde Schiedsrichter.

Es hat sich herumgesprochen, dass Sie wieder Fußball spielen?

Inzwischen wieder bei einem Verein, der Victoria heißt. Ich spiele bei den Ü35 von Victoria Seelow

Sie bleiben nebenbei weiterhin Schiri?

Ja, das wird alles sehr knapp. Freitagabend spielen und samstags auf dem Platz. Aber meine liebe Frau ist einverstanden, und gelegentlich kommen die Kinder inzwischen sogar mit.

Wenn auf der Spielankündigung Schiedsrichter Patric Schwarz steht, müssen dann die Mannschaften Angst haben?

Ne, warum. Ich bin zwar immer konsequent in meinen Entscheidungen, aber auch nicht der Schiri, der mit Karten nur so um sich wirft. Ich spiele selbst Fußball und kann mich daher gut in die Spieler hineinversetzen und einschätzen, wie weit ein Körpereinsatz gehen darf und was Fairness bedeutet. Ich weiß auch, dass ich nicht frei von Fehlern bin und kann daher auch mit Kritik umgehen. Was ich mag ist Ehrlichkeit – übrigens in allen Lebenslagen und nicht nur im Fußball.Was ich niemals tolerieren würde, sind böse Beleidigungen und ausländerfeindliches Verhalten. Ein Schiedsrichter sollte immer genügend Fingerspitzengefühl mit auf den Platz bringen. Und da muss es egal sein, ob er in der Kreisliga, Oberliga oder in der Bundesliga pfeift.

Wer sich für Fußball interessiert, dem kann man auch die Frage stellen, ob er ins rote oder schwarz-gelb Fanlager gehört?

Ganz klar ich bin Fan von Borussia Dortmund. Aber inzwischen ist es mir auch fast schon egal, wer Meister wird. Hauptsache es steht nicht wieder München auf dem Trikot. Und auch dem FC Schalke würde es auf keinen Fall gönnen.

Haben Sie eigentlich noch Hobbys oder Leidenschaften, von denen kaum jemand etwas weiß?

Ich treibe wirklich gern Sport und bin zum Beispiel mehrmals in der Woche mit meinem Rennrad unterwegs. Ansonsten steht natürlich meine Familie im Vordergrund. Aber Fußball gehört schon zu einem sehr großen Teil zu meinem Leben.

Eine abschließende Frage. In den Fußballsport ziehen immer mehr modische Komponenten ein. Schiris tragen inzwischen giftgrüne, rosafarbene oder sogar weiße Trikots. Was packen Sie sich ein, wenn es samstags zum Spiel geht?

Ganz klar – ich trage entsprechend meinem Namen schwarz. Weiß ich im Vorfeld, dass eine Mannschaft schwarze Spielkleidung trägt, weiche ich auf gelb aus. Ansonsten bin ich nicht für solche Farbspiele zu haben. Ich trage in jedem Fall auch schwarze Stutzen.

Herr Schwarz, dann freuen wir uns auf den Beginn der neuen Saison mit vielen tollen, fairen Spielen und möglichst wenigen Verletzungen. 

01.08.2022
100 Jahre Grün-Weiß Letschin

Vom Letschiner Fußballverein 22 bis zum SV Grün-Weiß Letschin"

 

100 Jahre alt zu werden, das ist schon etwas Schönes und auch ganz Besonderes. In diesem Fall geht es nicht um eine einzelne Person, sondern um einen Verein, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1891 zurückgehen. Seit dem 1. August 1922 wird in Letschin Fußball gespielt. „Vom Letschiner Fußballverein 22 bis zum SV Grün-Weiß Letschin" berichtet eine umfangreiche Chronik.

Nach einem Jahr unter der Regie des bestehenden Männerturnvereins trennten sich die Fußballer ab und hießen nunmehr Letschiner Fußballverein 22. Aus der Gründungself sind heute noch die Namen bekannt: Schmitchen, Wohlfeil, Mohrstedt, Geist, Sauer, Hutschinski, Bammler, Rintelmann, Striek, Schierling, Schulz, Küchler, Sprengberg – und die hatten damals mindestens genauso viel Freude am Spiel mit dem Ball oder rundem Leder wie die Männer heute. Damals wurde tatsächlich noch mit einem echten Lederball gespielt - wie die Grün-Weißen heute.

1925 wurde dann endlich am Gerichtsweg (Parkstraße) der Fußballplatz fertig. Die Letschiner Fußballgesichte konnte weitergehen und 1932 wurde das zehnjährige Jubiläum gefeiert. Auch in Letschin hinterließ der Krieg seine Spuren. Am 16. Januar 1942 zerstörte eine Kriegsbombe den Rasenplatz.

1946 konnte man auch in Letschin nach den Kriegsjahren wieder an Sport denken und auf Initiative von Otto Melcher wurde die Sportgruppe Grün-Weiß ins Leben gerufen. Die Fußballer spielten in der Kreisklasse „Oberbarnim Lebus". In den Folgejahren konnten sogar zwei Fußball-Frauen-Mannschaften aufgestellt werden.

1949 wurde aus der SG Grün-Weiß die „Zentrale Betriebssportgemeinschaft ZBSG Letschin". Mehrere Trägerbetriebe unterstützen den Sport. Schon ein Jahr später gab es erneut eine Namensänderung: BSG.

Aus der BSG wurde 1952 mit der Gründung neuer Abteilungen Traktor Letschin. Ein wichtiges Datum verbindet sich mit dem 7. Oktober 1959. Der neue Sportplatz mit einer 400-Meter-Laufbahn sowie Sprung- und Wurfanlage wird am Tag der Republik seiner Bestimmung übergeben.

Der Sportverein beging 1962 das 40-jährige Jubiläum der Abteilung Fußball. Gefeiert wurde vom 30. Juni bis 1. Juli.

Immer wichtig war und ist im Verein die Förderung des Nachwuchses. Für diese Verdienste erhielt die BSG Traktor 1968 eine Ehrenurkunde vom Deutschen Fußball Verband. Neben den sportlichen Erfolgen wollte der Verein natürlich auch die Rahmenbedingungen weiter verbessern. Ein großer Tag war die Grundsteinlegung für das Vereinshaus im Jahre 1969. Seit dem 7. April 1973 konnte in der Turn- und Sporthalle am Schwarzen Weg Sport getrieben werden. Die erfolgreiche Entwicklung ging weiter und so mauserte sich die „BSG Traktor Letschin" im Jahr 1977 zur zweitgrößten Sportgemeinschaft im Kreis Seelow. Sie besteht aus folgenden Sektionen: Fußball (166 Mitglieder), Handball (31 Mitglieder), Pferdesport (20 Mitglieder), Tischtennis (28 Mitglieder), Billard, (24 Mitglieder), Ringen, (20 Mitglieder), Gymnastik, (37 Mitglieder) und Kindersport (40 Mitglieder). 1980 zählte der Verein 480 Mitglieder, die in sieben Sektionen erfolgreich waren.

Seit dem 11. November 1989 trägt der Verein wieder den ursprünglichen Vereinsnamen SV Grün-Weiß Letschin 1922 e.V. Es gab nach der politischen Wende in Deutschland natürlich auch in Letschin eine Menge Unsicherheiten doch am 20. Juli 1990 stellte sich der Verein neu auf. Es wurde durch die Mitgliederversammlung eine neue Satzung des Sportvereins Grün-Weiß Letschin angenommen und der SV in das Vereinsregister eingetragen. Die Vorstellung der neuen Satzung erfolgt durch die Gründungsmitglieder Günter Fetting, Horst Dittbrenner und Wilhelm Tiedtke. Der Verein hatte 210 Mitglieder.

Stolz sind die Letschiner darauf, dass sie am 29. Februar 1992 Gastgeber für die Gründungsveranstaltung des Kreisfußballverbandes Oberbarnim waren. Mit Zusammenlegung der Kreise Strausberg, Seelow und Bad Freienwalde. Im Jahre 1993 erfolgte die Umbenennung in Fußballkreis Märkisch-Oderland. Großen Wert legten die Grün-Weißen immer darauf, die eigenen Jubiläen würdig zu begehen. So gab es im Jahr 2002 gleich dreimal Gründe im Ort zu feiern: 666 Jahre Letschin, 90 Jahre Schützengilde und 80 Jahre SV Grün-Weiß Letschin – werden gemeinsam gefeiert.

Und der Fußball selbst? Ein Aushängeschild des Vereins war immer das beliebte Hallen-Fußballturnier um den Oderbruchpokal. Anfang der 90er Jahre riefen Erhard Breitag und Günther Fetting, das Turnier ins Leben, und es war in jedem Jahr ein voller Erfolg.

Und heute? Die Männermannschaft belegte in der Kreisliga Nord nach der Saison 2021/22 den neunten Tabellenplatz. Saisonbeginn ist am 20. August 2022 beim FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf II. Die Frauen beginnen am 4. September 2022 mit der neuen Serie und erwarten zum Heimspiel der Staffel Nord Die SG Lichtenow/Kagel

Vieles kann in diesem kleinen Rückblick gar nicht erwähnt werden. Wer mehr über den Verein wissen möchte oder sogar ein ganz großer Fan von Grün-Weiß ist: Im Rahmen der Festveranstaltung „100 Grün-Weiß" wird es ein gebundene Chronik mit zahlreichen Daten, Fakten, Namen, Fotos und kleinen Geschichten geben. Diese 300 bunten Seiten haben Henning Prescher und Tim Steinicke zusammengestellt

Der Sportverein Grün-Weiß Letschin 1922 e. V. feiert vom 5. bis 7. August 2022 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum mit einem Sommerfest im Oderbruchstadion in der Parkstraße 3 Letschin. Es werden der Sportplatz und die Sporthalle nach dem Umbau eingeweiht.

Flyer 100 Jahre Letschin

 

27.07.2022
Staffeleinteilung Frauen, Herren und Ü-Bereich

Staffeleinteilung Herren

Staffeleinteilung Ü-Bereich und Frauen

27.07.2022
Anschriften der Vereine 2022/2023

Anschriften der Vereine

22.07.2022
Dank und Anerkennung für langjährige Tätigkeit im Fußballkreis

Für Ute Schulz, Sandrina Koslowski, Udo Schulz und Manfred Lehmann war die Fußball-Saison 2021/22 die vorerst letzte.

Waldemar Musiol, eigentlich Vorsitzender des Jugendausschusses im Fußballkreis Ostbrandenburg, verabschiedete die immer engagierten und zuverlässigen Sportfreunde und dankte ihnen für die langjährige Tätigkeit in puncto Fußball und Vereinssport.

Waldemar Musiol überreichte allen, leider konnten Manfred Lehmann und Sandrina Koslowski an der kleinen Feierstunde nicht teilnehmen, ein kleines Erinnerungsgeschenk.

    

20.07.2022
Interview mit Robert Nitz

Wenn im August die Saison 2022/23 gestartet wird, ist diese auch gleichzeitig die erste, die unter der Regie des neuen Vorsitzenden des Fußballkreises Ostbrandenburg, Robert Nitz, beginnt. Der Seelower weiß um seine große Verantwortung, freut sich aber ungemein auf die kommenden Monate. Wie bei allen Fußballfans der Region ist sein größter Wunsch, dass die Serie komplett gespielt werden kann und nicht wieder Corona den Spielbetrieb unterbricht. Zudem wünscht Robert Nitz natürlich allen viel Glück und dass es keine Verletzungen gibt. Er ist für nunmehr vier Jahre als Vorsitzender des Fußballkreises Ostbrandenburg im Amt. 
 
Mit ihm sprach Edgar Nemschok
 
Der 33-Jährige ist stellvertretender Bürgermeister der Stadt Seelow und vertritt dabei Jörg Schröder. „Ganz nebenbei" hat er einen großen Aufgabenbereich in der Verwaltung, denn er ist Fachbereichsleiter Inneres der Kreisstadt. Übrigens sind sowohl Jörg Schröder als auch Robert Nitz Mitglieder im größten Seelower Sportverein: SV Victoria.
 
Hallo Herr Nitz, wie geht es Ihnen derzeit?
Ich werde wieder ein wenig durchatmen, wenn mein Chef aus dem Urlaub zurück ist. Man glaubt gar nicht, was ein Bürgermeister alles zu tun hat und wie viele Termine so in der Woche anfallen. Aber ich mache das gern. Die Zusammenarbeit mit Jörg Schröder ist zudem sehr angenehm.
 
Sind Sie eigentlich ein echter Seelower?
Geboren bin ich in Frankfurt (Oder). Aber aufgewachsen bin ich tatsächlich in Seelow. Und hätte mich die Bundeswehr nicht nach Niedersachsen versetzt, hätte ich meine Heimatstadt nie verlassen. Acht Jahre war ich Angehöriger der Bundeswehr (Panzertruppe) in Celle. 
 
Und dann ging es nach der Bundeswehrzeit direkt zurück nach Seelow?
Ja, das war für mich ein sehr glücklicher Umstand. In meiner Berufsförderungszeit (Bundeswehr) habe ich ein betriebswirtschaftliches Studium in Berlin abgeschlossen. Dort habe ich dann ein Jobangebot der Deutschen Rentenversicherung erhalten. Kurz vor dieser Unterschrift hatte ich ein Bewerbungsgespräch bei der Stadtverwaltung Seelow als Sachbearbeiter für das Bauamt. Den Schritt habe ich bis heute nicht bereut. Seit Sommer 2019 leite ich den Fachbereich Innere Verwaltung. Neben meiner hauptamtlichen Tätigkeit in der Stadtverwaltung habe ich noch meinen Verwaltungsfachwirt erfolgreich abgeschlossen. Und Ja, seit März 2022 bin ich zum stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Seelow gewählt worden. 
 
Und der Sport?
In der Schule waren meine Lieblingsfächer natürlich, wie bei den meisten Jungs, Sport - aber auch die Mathematik. Seit dem sechsten Lebensjahr bin ich Vereinsmitglied beim SV Victoria. Mein Vater Eckbert, den in Seelow wahrlich jeder kennt, nahm mich mit zum Fußball und dort bin ich dann auch geblieben. Er selbst war sogar DDR-Nationalspieler im Juniorenbereich. 
 
Aber Sie machten doch schließlich eine Karriere als Schiedsrichter?
Eine komplizierte Knieverletzung zwang mich, mit dem Fußballspielen aufzuhören. Ich wurde Schiri. Mein erstes Spiel in Trebnitz, im Jahr 2006, werde ich nie vergessen, denn ab nun stand ich sozusagen auf der anderen Seite. Ich bin allerdings der Meinung, dass jeder Schiedsrichter auch selbst einmal aktiv Fußball gespielt haben sollte.
 
Was ist das Besondere am Schiedsrichterjob?
Zunächst bleibt festzuhalten, ohne einen Schiedsrichter würde Fußball nicht funktionieren. Was mir immer wichtig ist, sowohl auf dem Sportplatz als auch im Beruf: die Teamarbeit und der respektvolle Umgang. Denn auch ein Schiedsrichter muss sich auf seine Assistenten verlassen können und die „Begegnung auf Augenhöhe" sind in diesem Sport unabdingbar. 
 
Als Unparteiischer waren Sie immer durch ihre sachlichen und kompetenten Entscheidungen sehr angesehen. Insbesondere wurde Ihre ruhige Art, ein Spiel zu leiten, sehr geschätzt. Gab es auch einmal umstrittene Entscheidungen?
Ja, natürlich. Und eine, heute weiß ich, dass ich damals falsch entschieden habe, verfolgt mich noch immer. In einem Pokalspiel des 1. FC Frankfurt gegen den MSV Neuruppin habe ich einen berechtigten Treffer für den 1. FC Frankfurt nicht anerkannt. Es lief bereits die 120. Minute und diese Entscheidung hätte den Spielverlauf wahrscheinlich noch einmal geändert. Erschwerend kam hinzu, dass der MSV Neuruppin dann im Strafstoßschießen die Partie für sich entschieden hat. Zu allem Überfluss musste man sich dann auf die Diskussionen einlassen, dass ein Seelower gegen die Frankfurter entschieden hatte und jeder kennt die Rivalitäten zwischen beiden Vereinen. Es war eine Tatsachenentscheidung, die auch ich nicht mehr ändern kann. Es war mein Fehler.
 
Schiedsrichter sind oft die Buh-Männer. Erinnern Sie sich an wirklich schlimme Sprüche?
Nein, eigentlich nicht. In Erinnerung bleiben eher die, über die man hinterher schmunzelt. Wie zum Beispiel: „Du Blinder", „wir müssen morgen alle wieder arbeiten", usw. 
 
Herr Nitz, es gibt Spiele, die man nie vergisst?
Ein Barnim-Derby an einem Freitagabend fällt mir sofort ein. Vor nahezu 800 Zuschauern leitete ich die Partie mit meinen beiden absolut zuverlässigen Assistenten Patric Schwarz und Christian Ballin. Union Klosterfelde spielte gegen den FSV Bernau. Die Betreuung der Schiedsrichter ist bei Klosterfelde besonders hervorzuheben (schmunzelt). Der Höhepunkt meiner Schiedsrichtertätigkeit war aber das Endspiel im Brandenburger Landespokal zwischen Energie Cottbus und dem FSV Optik Rathenow im Mai 2019. Dort war ich der „Hahn im Korb". Diese Partie wurde von Sandra Stolz geleitet.Kathi Kruse und ich assistierten.  
 
Sie haben jüngst geheiratet? Was sagt eigentlich Ihre Frau zu ihrem ehrenamtlichen und wohl auch sehr zeitaufwändigen Hobby?
Meine Frau Christin toleriert mein Hobby. Sie und unsere Tochter sind leidenschaftliche Reiterinnen und somit müssen wir unsere Interessen auch gar nicht teilen. Jeder hat Verständnis für den anderen und ab und zu bin ich auch beim „abäppeln" dabei (lacht).  Bei allem Aufwand steht jedoch unser gemeinsames Familienleben im Mittelpunkt.
 
Und wenn mal nicht Arbeit oder Fußball den Tagesinhalt bestimmen?
Zu meinen größten Leidenschaften gehört das Tauchen. Und wenn nicht gerade in den schönsten Tauschgebieten Europas, dann mit meinem besten Kumpel Markus Schneider im Baggersee bei Gusow. 
 
Sie waren viele Jahre Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im FK Ostbrandenburg. Auch ein Unparteiischer darf doch einen Lieblingsverein haben?
Wenn ich Werder Bremen nenne, komme ich bestimmt in keine Konflikte.
 
Eine letzte Frage: Was sagen Sie zu modernen Schiedsrichterkleidungen. Heute gibt es fast alles Gelb, Rosa und sogar Weiß. 
Na ja, ich bin da eher ein traditioneller Typ und sage diplomatisch: niemals bunte Socken.
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