
Kurz vor Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, auch einmal Danke zu sagen. Das ist in großen und auch kleinen Firmen, Verwaltungen aber auch in Vereinen so. In diesem Sinne hatte der Fußballkreis Ostbrandenburg seine Mitarbeiter eingeladen, um die vergangenen zwölf Monate noch einmal Revue passieren zu lassen und natürlich auch das Ehrenamt besonders zu würdigen. In einer kurzen Rede erinnerte Robert Nitz, Vorsitzender des Fußballkreises, an Höhepunkte wie die Kreispokalendspiele in Letschin und die im Nachwuchsbereich in Fürstenwalde. „Wir bedanken uns wirklich gern, dass wir in den Stadien zu Gast sein durften und dass wir jeweils großartige Unterstützung bekamen. Beide Veranstaltungen spiegeln ohne Zweifel die Höhepunkte unseres Sportjahres wider“, sagte er. „Unser Dank gilt ebenfalls den treuen Sponsoren.“ Robert Nitz nannte die Märkische Finanz Manufaktur (MFG), die F/G/M Automobil GmbH Franz Graf Mettchen und den Landkreis Märkisch Oderland. „Der Beistand durch unseren Landkreis ist längst nicht selbstverständlich. Aus den benachbarten Fußballkreisen gibt es ganz andere Meldungen. Durch die Unterstützung für uns war es möglich, zum Beispiel Startgebühren und Spielabgaben auf einem für alle tragbaren und moderaten Niveau zu halten.“
Robert Nitz nutze gleichzeitig die Möglichkeit, auch denen Danke zu sagen, die auf die „Fußball-Verrückten“ immer Rücksicht nehmen. Gemeint sind die Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner. „Ohne dieses starke familiäre Rückrat wäre das große Engagement nicht denkbar. Sie schenken Rückhalt, Motivation und Verständnis.“
Der Fußballkreis-Vorsitzende wagte dann einen Blick in die nahe Zukunft. „Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen den Fußball im Land und speziell im Fußballkreis Ostbrandenburg weiter nach vorn bringen.“ 2026 wird auch ein Jahr der Entscheidungen. Nitz erinnerte daran, dass die Legislaturperiode gerade ausläuft. Er bestätigte, dass alle Vorstandsmitglieder auch weiterhin im Fußballkreis mitarbeiten würden. Sie stellten sich am 5. Juni auf dem Kreisfußballtag zur Wiederwahl. Zuvor würde am 24. April den Kreisschiedsrichtertag geben. Der derzeitige Vorsitzende Christian Ballin kandidiere erneut für dieses Amt.
Mit großer Erwartung blicken die Fußballkreise aus Brandenburg aber auf den 10. Oktober 2026. Der Landesverband hat zu diesem Termin seinen Verbandstag angesetzt. „Gemeinsam werden wir die Weichen für eine starke, nachhaltige Entwicklung und eine neue, erfolgreiche vierjährige Legislaturperiode stellen.“
Nach all diesen Rück- und Ausblicken wurde gefeiert. 2025 war ein gutes Jahr – und das bestätigte Paul A Jackson gemeinsam mit ihrem (rer) Partner (in). „Nach Auftritten in Las Vegas oder Rio freue ich mich, heute Euch hier in Seelow etwas zu verzaubern“, war zum Einstieg ins folgende temperamentvolle Programm scherzhaft zu hören. Paul A Jackson und Shugar boten Travestie, die man so in Seelow und seinem 1954 erbauten Kulturhaus noch nicht gesehen hatte. Da wurde sogar der Fußball als schönste Nebensache der Welt regelrecht ins Abseits gestellt.
Also dann: Auf ein erfolgreiches neues Jahr!

Nach einer intensiven Woche konnten Kiara und Finn endlich zur Prüfung antreten. Für beide gab es als Geschenk die Schiri-Disziplinarkarten – also eine Gelbe und eine Rote Karte –, eine Pfeife und natürlich ein Zertifikat. René Karge, im Schiedsrichterausschuss des Fußballkreises Ostbrandenburg unter anderem für die Nachwuchsförderung verantwortlich,bemerkte: „Im Prinzip können alle, auch wenn noch ein paar Nachprüfungen notwendig sind, ab sofort Spiele leiten. Ich freue mich sehr, dass die Kooperation mit der Schule gut funktioniert und wir auf diesem Weg neue junge Schiedsrichter gewinnen können. Dass wir junge Leute motivieren, ist mir eine Herzensangelegenheit.“
Für die Schüler der Spree-Oberschule Fürstenwalde war es zugleich der Abschluss einer Projektwoche. Die Projektwoche ist ein Ergebnis einer Schulkooperation mit dem Fußball-Landesverband Brandenburg. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Schülerinnen und Schüler noch stärker für den Fußball und die damit verbundenen Werte zu begeistern – sowohl auf dem Platz als auch daneben. Diesmal ging es um die Ausbildung zum Schiedsrichter. Es wird weitere Lehrgänge geben, denn neben der Ausbildung zum Junior-Referee (Schüler der 8. Klasse), folgen die Ausbildung zum Junior-Coach (9. Klasse) sowie ein Seminar zum Vereinsmanager für Schüler der 10. Klasse.
Lernbegleiter für die Jugendlichen von Sebastian Probst, Hans-Jürgen Huth und René Karge. Und ihnen ist wichtig, dass das junge Ehrenamt gefördert wird. René Karge sagt ganz deutlich: „Es ist egal, ob Schiedsrichter, Trainer oder Vereinsmanager, das Ehrenamt ist die Stütze der Gesellschaft und wichtig für die langfristige Sicherstellung des Fußballs in unserem Kreis.“
Die Spree-Oberschule ist eine integrierte Sekundarschule mit derzeit rund 470 Schülerinnen und Schülern aus 28 Nationen. Neben sportlichen Kompetenzen stehen vor allem soziale Fähigkeiten, Wertevermittlung und Führungsqualitäten im Fokus – ein Ansatz, der durch die Kooperation mit dem FLB ideal ergänzt wird.

Wenn Fußballer feiern, dann geht es in den meisten Fällen um Meisterschaften, Pokalgewinne oder zumindest um Siege. Doch diesmal feierte sich ein ganzer Fußballverein. Der FC Strausberg begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ließen dann die Fußballer auch die Töppen und die Trikots zu Hause und manche kamen im schicken Anzug und mit einer Fliege am Hals zur Party ins Strausberger Volkshaus.
Begrüßt wurden die Gäste von den Vorstandsmitgliedern des FCS Susan Grohn, Marko Zabel sowie Matthias Luttmer. Der führte auch mit lockerer Moderation durch den Abend. Nachdem die ganz wichtigen Gäste, die Sponsoren und Persönlichkeiten, die ein Stück FCS-Geschichte mitgeschrieben haben, begrüßt waren, gab es Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft und das besondere Engagement für den Verein. Dazu gehört zum Beispiel André Meyer, der 25 Jahre Mitglied beim FSC ist. Überhaupt fiel der Name Meyer des Öfteren an diesem Abend. Denn sein Vater und sein Bruder Daniel sind eng mit dem Verein verbunden. Zurückerinnern konnte sich im Podiumsgespräch auch Jens Kaden, der heutige Präsident des Brandenburger Fußballverbandes.
Der FC Strausberg gilt als Nachfolgeverein der ASG Vorwärts Strausberg, die in den 1950er Jahren in Strausberg gegründet worden war. Bis Anfang der 1990er Jahre spielte die ASG sehr erfolgreichen Fußball, nahm sogar einmal am nationalen Pokalwettbewerb der DDR, dem FDGB-Pokal, teil. Der sportliche Erfolg stellte sich dann jedoch ein, so dass die Fußballmannschaft der ASG Vorwärts Strausberg in den Großverein KSC Strausberg integriert wurde. Matthias Luttmer erinnerte in seiner Festrede an den 9. Mai 1995. Da wurde die Fußballabteilung aus dem KSC Strausberg herausgelöst und der Fußballclub Strausberg e. V. gegründet. Einige der Gründungsmitglieder waren an diesem Abend im Strausberger Volkshaus mit dabei. Der FC Strausberg konnte im Jahr 2003 in die Landesliga und dann im Jahr 2005 in die höchste Spielklasse des Landes Brandenburg aufsteigen. In der Saison 2012/13 holten die Fußballer die Meisterschale der Brandenburgliga nach Strausberg und sicherten sich den Aufstieg in die Oberliga Nordost. Die Mannschaft etablierte sich und konnte acht Jahre die Klasse halten. Der Verein wollte jedoch den hohen Aufwand des Oberliga-Spielbetriebs nicht mehr bewältigen und zog sich im Sommer 2021 aus dieser Spielklasse zurück. Die Identifikation mit dem hohen sportlichen Niveau habe bei einigen Spielern nicht zwangsläufig zu hoher Identifikation mit dem FC Strausberg geführt. Die Vereinsverantwortlichen betonten, dass der Faktor Geld eine untergeordnete Rolle gespielt hätte, hieß es damals.
Inzwischen spielt der FC Strausberg in der Landesklasse Nord. Die Strausberger sind aktuell Tabellen und hoffen, dass am Ende der Saison wieder einen Aufstieg gefeiert werden kann.

„Ich wurde schon sehr oft am Spielfeldrand angesprochen. Die Leute wollen von mir wissen, wo sie meinen Bericht zum Spiel lesen können. Ich muss dann immer erklären, dass ich kein Sportreporter bin und ich mir Notizen über die Leistungen der Schiedsrichter mache. Ich bin Schiedsrichter-Beobachter im Fußballkreis Ostbrandenburg“, stellt sich Gunnar Schulz vor.
Für den heute 54-Jährigen hatte Sport schon immer große Bedeutung und nahm schon in seiner Jugend einen großen Platz ein. Er war Leichtathlet, und hätte ein Fachmann sein wahres Talent entdeckt, hätte Gunnar Schulz eventuell auf einer Sportschule gelernt und in späteren Leistungskadern einen Platz gefunden. „Die sogenannte Stadionrunde", also die 400 Meter, war meine Spezialdisziplin. Generell die Sprintstrecken waren mein Ding. Das ehemalige Wriezener Urgestein Manfred Heisrath (Schulrat und Trainer) war sogar sicher, dass ich auf den Laufstrecken eine echte Bombe wäre“, sagt er
Er spielte Fußball, natürlich beim FSV Blau-Weiß Wriezen (früher TSG Wriezen) und wurde vor allem in der Defensive eingesetzt.
Geboren und aufgewachsen ist Gunnar Schulz in der „Hauptstadt des Oderbruchs“. Er ist in Wriezen und in Bad Freienwalde zur Schule gegangen und hat dort auch das Abitur abgelegt. „Ich hatte den Wunsch, Chemie zu studieren“, sagt er heute. Das Leben schreibt aber seine eigenen Geschichten, so dass aus diesem Vorhaben nichts wurde. Er arbeitet heute für den Landkreis MOL im Jobcenter und „ganz ehrlich, ich bin sehr zufrieden mit meinem Job“.
Sport ist für ihn immer noch wichtig – sowohl als Fan als auch als Aktiver. Geht es um Fußball schlägt sein Herz „Grün-Weiß“, für den SV Werder Bremen. Einen Bremer schätzt er noch heute: „Thomas Schaaf war viele Jahre Trainer der Bundesliga-Mannschaft. Ich habe ihn persönlich kennengelernt. Ein sehr angenehmer und ruhiger Mensch – selten genug in diesem harten Geschäft“. Gunnar Schulz ist aber auch Fan der Eisbären Berlin (Eishockey) und begeistert sich für Basketball (Alba Berlin). Alle hat er natürlich schon live gesehen.
Gunnar Schulz, seit 25 Jahren glücklich verheiratet, hat für sich eine Trendsportart entdeckt. „Meine Frau und ich haben einen Schnupperkurs in Lubmin besucht und das Kitesurfen probiert. Inzwischen haben wir jeder ein Board und versuchen uns, so oft es geht, zu verbessern.“ Familie Schulz ist sehr aktiv, viel mit den Fahrrädern unterwegs und wenn es in den Urlaub geht dann in erster Linie mit dem eigenen Wohnwagen zum Camping.
Aber was macht eigentlich ein Schiedsrichterbeobachter genau? „Na beobachten“, sagt Gunnar Schulz in seiner immer freundlichen Art. „Wir haben zu wenige Schiedsrichter und die, die wir haben, wollen wir weiterentwickeln. Darin sehe ich auch meine Hauptaufgabe. Schiedsrichter, vor allem die jüngeren, bekommen vom Beobachter eine Einschätzung nach dem Spiel. Dabei geht es nicht darum, sie runterzuputzen. Sie erhalten eine sachliche Wertung und Tipps, was sie eventuell besser machen können. Inzwischen haben wir beim Fußballkreis acht Beobachter, die viel unterwegs sind. Wir versuchen die Unparteiischen aber auch zu schützen, denn leider und viel zu oft sind sie immer noch die Buh-Männer auf den Plätzen.“ Gunnar Schulz bringt gern den Einwand gegen aufgebrachte Trainer oder Zuschauer, dass wenn es keine Schiris mehr gibt, auch keine Spiele ausgetragen werden können. Ein Aspekt, über den so einige Sportfreunde nachdenken sollten. Und als er noch selbst Spiele leitete, galt für ihn: „Ich muss nicht alles sehen und ich muss auch nicht alles hören.“
In einem Punkt ist Gunnar Schulz allerdings sehr empfindlich und lässt auch keine Kompromisse zu: Rassismus. „Dafür gibt es kein Verständnis und Strafen können aus meiner Sicht gar nicht hoch genug sein.“

Wer kann das schon von sich behaupten: 60 Jahre zu einem Verein zu gehören? Burkhard Paulat aus Petershagen ist heute Vorsitzender des SV Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf und hat ein großes Stück der Vereinsgeschichte mitgeschrieben. Seit dem 1. August 1965 trägt Paulat, der im Mai seinen 70. Geburtstag feierte, das Mitgliedsbuch des SV Blau-Weiß und hat in den vielen Jahren überall im Verein mitgewirkt. Völlig zu Recht bekam Burkhard Paulat im Auftrag des Fußball-Landesverbandes aus den Händen von Bernd Miserius (Vorstandsmitglied im Fußballkreis Ostbrandenburg) eine der höchsten Auszeichnungen, die der Fußballkreis zu vergeben hat: Für seine Verdienste um den Fußballsport wurde ihm die „Goldene Verdienstnadel“ verliehen.
Die Laudatio verlas im Rahmen des Auftaktes der Fußballsaison der Vorsitzende des Zweigvereins Fußball bei Blau-Weiß, Peter Drews. Er nannte Burkhard Paulat „ein außergewöhnliches Mitglied“ im Verein und ging auf einige Eckpunkte seiner langen Vereinszugehörigkeit ein. So war Paulat von 1965 bis 1972 aktiver Spieler im Nachwuchsbereich. Von 1972 bis 1996 spielte er in verschiedenen Männermannschaften Fußball. Blau-Weiß war auf Grund eines Trägerwechsels zwischenzeitlich in WBK Berlin umbenannt worden. Burkhard Paulat spielte unter diesem Namen mit seinerMannschaft in der Bezirksliga im DDR-Fußball. Später wurde der Verein wieder zum SV Blau-Weiß.
Burkhard Paulat kümmerte sich auch als Trainer um die Talenteförderung des Vereins (1985 bis 2010). Er war für verschiedene Nachwuchskader verantwortlich und trainierte unter anderem auch ein Mädchenteam. In den Jahren 1985 bis 2000 übernahm er die Funktion des Nachwuchsleiters im Verein. Seit dem Jahre 2000 ist Burkhard Paulat Vorsitzender des Gesamtvereins Blau-Weiß, der inzwischen 1166 Mitglieder hat.

Der Fußballkreis Ostbrandenburg kann stolz auf seine Schiedsrichter sein - insbesondere aber auf seine Schiedsrichterinnen. Zu ihnen gehört Lara-Sophie Günther. Die 17-Jährige pfeift für die SG Klosterdorf und liebt es „Spiele zu leiten“. Dabei hat sie einen eigenen Stil entwickelt. „Ich bin durchaus kommunikativ auf dem Platz und versuche, immer wieder deeskalierend zu arbeiten. Klar, bin ich streng, aber ich muss auch nicht alle vom Platz stellen, um ein gutes Fußballspiel zu sichern“, sagt sie und schmunzelt dabei.
Lara-Sophie Günther weiß, was sie will, und das betrifft auch ihre berufliche Zukunft. „Ich möchte zur Bundeswehr und dort Humanmedizin studieren.“ Noch ist sie dabei im Oberstufenzentrum Strausberg das Abitur abzulegen. Ihre Lieblingsfächer sind neben Sport Biologie und Psychologie. Und da sie eine Sanitäterausbildung beim Deutschen Roten Kreuz abgeschlossen hat, sollte sie auch beste Voraussetzungen für ihren Berufswunsch haben.
Natürlich spielt sie auch selbst Fußball. Sie steht bei der Spielgemeinschaft Klosterdorf/Reichenberg im Tor. „Ich freue mich schon auf die neue Saison in der Kreisliga. Unser erstes Spiel steigt am 14. September zu Hause gegen die Spielgemeinschaft Herzfelde/Woltersdorf.“ Lara-Sophie Günther nennt ihre Mannschaft ein großartiges Team. „Wir sind wie eine Familie und das macht uns stark.“ Dabei schließt sie auch den Trainer der Mannschaft, Bastian Maschmeier, mit ein. „Er findet immer die richtigen Worte, um uns aufs Spiel einzustellen.“
Lara-Sophie Günther hat eine weitere Leidenschaft. Sie trainiert bereits seit zwölf Jahren in Strausberg bei René Büttner Thaiboxen. „Der Sport und René haben mir immer sehr geholfen. Thaiboxen hat mir geholfen, mein Selbstbewusstsein zu stärken. Na und für die körperliche Fitness sorgt dieser Sport in einem hohen Maß!“ Und wie ist sie nun Schiedsrichterin geworden? „Na ja, irgendwer hat zu mir gesagt: Mensch, du hast eine so große Klappe. Willst du es nicht einmal versuchen? Ich habe einen Lehrgang besucht und jetzt bin ich Schiri. Ich kann mich auch an mein erstes Spiel erinnern, das richtig gut und ohne Zwischenfälle verlief. Es war eine Partie der Ü35-Männer. Bei diesem Spiel habe ich gemerkt, dass es mir auch wirklich Spaß macht in dieser Rolle auf dem Platz zu stehen. Die haben mich alle respektiert, und so bin ich dabei geblieben.“

Der Sieger der nunmehr siebten Auflage des Supercups vom Fußballkreis Ostbrandenburg heißt 1. FC Frankfurt (Oder) II. Die Partie der Frankfurter (Kreismeister) gegen die Spielgemeinschaft Hennickendorf/Rehfelde (Kreispokalsieger) endete mit 5:4 und musste durch ein Elfmeterschießen entschieden werden. Nach der regulären Spielzeit stand es 0:0 auf dem Rehfelder Sportplatz an der Elsholzstraße. Die Partie verlief durchweg spannend, auch weil der Gastgeber den Frankfurtern ein ebenbürtiger Gegner war.
Viele Zuschauer am Rande des Spiels sprachen davon, dass der 1. FC Frankfurt der Favorit sei. Doch die ersten Minuten der Partie gehörten den Gastgebern, so dass man sich als neutraler Besucher plötzlich gar nicht mehr so sicher war, wer Außenseiter und wer Favorit ist. Der Frankfurter Torhüter Kevin Schulz musste seine Abwehr mehrfach ermahnen, konsequenter zur Sache zu gehen. Die Fußballer der Spielgemeinschaft versuchten immer wieder, die schnellen Stürmer Pascal Haase, Robert Krebs und Hannes Matschoß, in Szene zu setzen. Nach etwa 30 Minuten verteilte sich das Spiel und auch die Frankfurter hatten nun Torchancen. Die beste in der 41. Minute durch Kapitän Steven Dietrich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff durch die gut leitende Schiedsrichterin Leni Alexandar Kunze verpasste Frankfurts Moein Nuri Mohammed Zremig.
Die erste richtig gute Szene der zweiten Halbzeit hatten wieder die Gastgeber. Nach einem sehr schönen Pass von Thomas Schlag auf Linksaußen Pascal Haase, verzog dieser im Abschluss nur knapp. Der Ball flog am rechten Frankfurter Pfosten vorbei ins Aus. Die Frankfurter wurden besser und erarbeiteten sich mehr Spielanteile. Regisseur Rick Drews verteilte klug die Bälle und nach einem Heber in den Strafraum vergab Babatunde Adekunle Fanokun die beste Tormöglichkeit für seine Mannschaft. Er jagte aus kurzer Distanz zum Tor den Ball volley in den Rehfelder Abendhimmel. Pascal Dudziak im Tor des Gastgebers hielt durch tolle Paraden das Remis regelrecht fest. So blieb es bis zur 90. Minute torlos. Diesmal wurde ohne Verlängerung sofort ein Elfmeterschießen angesetzt. Tobias Fiebig, Steven Dietrich, Moein Nuri Mohammed Zremig, Dustin Berger und Leon Bialek verwandelten sicher. Für den Gastberger trafen ebenfalls sehr sicher Ben Kulla, Dennis Grimm, Robert Krebs und Pascal Haase. Daniel Nofke schoss übers Tor – 5:4 für Frankfurt.
Frankfurts Kapitän Steven Dietrich bekam den Pott aus den Händen des Spielausschuss-Vorsitzenden im Fußballkreis, Dirk Jahn, der von einem insgesamt gelungenen Auftakt der Saison 2025/2026 sprach.

Er hat so ziemlich alle Auszeichnungen, die der Fußballkreis Ostbrandenburg zu vergeben hat, bereits bekommen. Auch vom Landesverband hat er schon einige Ehrungen entgegennehmen dürfen. Keiner würde sagen, dass sie nicht verdient sind. Reinhard Schulz gehört zu den einsatzfreudigsten Schiedsrichtern und ist mit knapp 100 Spielleitungen pro Spieljahr einer der zuverlässigsten im Fußballkreis.
Nun wurde „Schulle“ erneut geehrt und in den „Club 100“ des DFB-Ehrenamts aufgenommen. Er bekam nunmehr von Christian Ballin (Vorsitzender Schiedsrichterausschuss im Fußballkreis) die offizielle Plakette des DFB überreicht. Zu den Gratulanten gehörte weiterhin Dirk Jahn, der beim Fußballkreis den Spielausschuss leitet
Auch sein Verein, der FC Wacker Herzfelde, schloss sich den Glückwünschen an. In einer Grußbotschaft heißt es: „Reinhard Schulz hat sich über viele Jahre hinweg mit außergewöhnlichem Engagement als Schiedsrichter und langjähriges Mitglied des FC Wacker Herzfelde 1925 um den Fußballsport verdient gemacht. Sein ehrenamtlicher Einsatz ist ein herausragendes Beispiel für gelebte Vereinstreue, sportliches Fairplay und vorbildliches Wirken im Sinne des Amateurfußballs. Wir danken dir für deine verdienstvolle Tätigkeit und gratulieren dir ganz herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Glückwunsch, Schulle“.